Andrea Schelbert bemisst die richtigen Mengen für ein Apéro-Buffet
Ratgeber · Mengenrechner

Wieviel Essen pro Person beim Catering? Mengenrechner

Faustregeln und Mengen-Tabellen für Apéro, Apéro riche, Mittagessen und Buffet — basierend auf Andreas Erfahrung aus über 100 dokumentierten Aargauer Catering-Anlässen.

Mengen-Faustregeln pro Anlass

Die wichtigste Regel: Die Mengen hängen vom Anlasstyp ab — nicht nur von der Personenanzahl. Ein Apéro-Vorlauf braucht weniger pro Person als ein Apéro, der das Hauptessen ersetzt.

Apéro (60 Min Vorlauf)

8 Apéro-Stücke pro Person. Drei kalte (Bündnerfleisch, Käse, Brot), drei warme (Häppchen, Tartelettes), zwei süsse (Petit Fours).

Apéro riche (1.5–2 h)

14–18 Stücke pro Person. 12 verschiedene Komponenten, gemischt kalt und warm. Ersetzt oft das Hauptessen.

Mittagessen

250 g pro Person. Hauptgang inklusive Beilagen. Plus 50 g Salat, 50 g Brot, optional 100 g Suppe vorab.

Hauptgang Buffet

200 g pro Person Hauptgang, plus 100 g Salate, 50 g Brot, 80 g Käse, 80 g Dessert.

Dessert

3–4 kleine Stücke pro Person als Abschluss. Bei reinem Dessert-Anlass 5–6 Stücke.

Mengenrechner

Sondersituationen

Vegi-Quote

20–25% bei gemischten Gruppen. Bei jüngeren urbanen Gästen 30–40%, bei traditionellen Familienanlässen 10–15%.

Kinder

0–2 Jahre: keine Berechnung. 2–6 Jahre: 1/3 Portion. 6–13 Jahre: 1/2 Portion (Kinderpreis). Ab 13 Jahren: ganze Portion (Erwachsenenpreis).

Stehlunch vs. Sitzanlass

Stehlunch: 30% mehr Apéro-Mengen, weniger Hauptgang. Sitzanlass: weniger Apéro, klassische Hauptgang-Portionen.

Mengenkalkulation für Apéro

Apéro-Anlässe folgen einer klaren Logik: Stücke pro Person mal Dauer mal Anlass-Charakter. Drei Faktoren bestimmen die richtige Menge — dauert der Apéro 60 Minuten oder 2 Stunden, ersetzt er das Hauptessen, und sind Kinder dabei?

Bei einem klassischen 60-Minuten-Apéro vor dem Hauptgang kalkulieren wir 8 Apéro-Stücke pro Erwachsenen. Komponentenmix: 3 kalte Stücke (Bündnerfleisch, Käse, Brot), 2 warme Häppchen (Tartelettes, kleine Quiches), 2 frische Komponenten (Trauben, Walnüsse) und 1 süsses Stück als Übergang zum Hauptgang.

Bei einem Apéro riche von 1.5 bis 2 Stunden, der eigenständig steht, kalkulieren wir 14 bis 18 Stücke pro Person. Wenn der Apéro das komplette Hauptessen ersetzt, gehen wir auf 22+ Stücke pro Person — ergänzt durch Suppe, kleine Risotto- Häppchen und Live-Cooking-Stationen.

Mengenkalkulation für Buffet

Buffet-Anlässe haben eine andere Logik: Hauptgang in Gramm, plus Beilagen, plus Dessert. Im Aargau hat sich eine Standardkalkulation etabliert, die für Hochzeit, Firmenanlass und Familienfest gleich funktioniert.

  • Hauptgang: 200 g pro Person bei warmem Buffet, 250 g bei kaltem Buffet (mehr Aufschnitt nötig).
  • Beilagen: 100 g Salate (mind. 4 Sorten), 50 g Brot, 80 g Käse pro Person.
  • Dessert: 80 g pro Person — entspricht 3-4 kleinen Stücken Petit Fours oder einem grossen Dessert-Teller.
  • Getränke: 0.5 L Mineralwasser, 0.3 L Wein/Bier oder 0.4 L Apfelsaft pro Erwachsenem für 3 Stunden.
  • Reserve: Andrea kalkuliert 5 bis 8% mehr ein — Reste bleiben beim Kunden, das ist im Paket inkludiert.

Andreas Empfehlung für klassische Aargauer Anlässe

  • Hochzeit 80 Personen, Apéro + Buffet: 640 Apéro-Stücke + 16 kg Hauptgang + 8 kg Salat + 4 kg Käse + 6.4 kg Dessert.
  • Firmenapéro 30 Personen, 60 Min: 240 Apéro-Stücke gemischt — 1 Apéro-Platte + 2 Meterpartybrote + 2 Dessert-Platten.
  • Leidmahl 40 Personen, Suppe + Hauptgang: 4 L Suppe + 8 kg Hauptgang + 4 kg Beilagen + 1.5 kg Brot.
  • GV-Apéro 60 Personen, 45 Min: 360 Apéro-Stücke — Pauschal-Paket "GV-Apéro" deckt das ab.
Häufige Fragen · Mengen

Häufige Fragen zur Mengenkalkulation

Wie hoch sollte die Vegi-Quote sein?
Faustregel: 20–25% bei gemischten Gruppen. Bei jüngeren urbanen Gästen 30–40%, bei traditionellen Familienanlässen 10–15%. Im Zweifel mehr — Vegi-Speisen werden auch von Fleischessern gerne gegessen.
Wie viel essen Kinder?
Faustregel-Skala: keine Berechnung 0–2 Jahre, 1/3 Erwachsenen-Portion 2–6 Jahre, 1/2 Portion 6–13 Jahre (Kinderpreis). Ab 13 Jahren (Teenager) rechnen wir mit voller Erwachsenen-Portion und regulärem Erwachsenenpreis.
Stehlunch vs Sitzanlass — wie unterscheiden sich die Mengen?
Stehlunch: 30% mehr Apéro-Mengen pro Person, dafür weniger Hauptgang. Sitzanlass: weniger Apéro (60 Min reicht), klassische Hauptgang-Portionen.

Mengen für besondere Anlasstypen

Über die Standard-Faustregeln hinaus haben Hochzeit, Trauer- feier und Vereinsfest jeweils eigene Mengen-Logiken, die auf Erfahrung aus Andreas Aargauer Praxis basieren.

Bei einer Aargauer Hochzeit kalkulieren wir wegen der typischen langen Anlassdauer (12+ Stunden) und der emotionalen Atmosphäre 30 Prozent über den Standard-Mengen. Konkret: 200 g Hauptgang pro Person bei warmem Buffet wird zu 260 g, 8 Apéro-Stücke werden zu 12, weil Brautpaargäste tendenziell mehr und länger essen.

Bei einer Trauerfeier mit Leidmahl kalkulieren wir bewusst zurückhaltend: 200 g Hauptgang pro Person, 50 g Brot, kleine Salat-Auswahl. Bei jüngeren Trauernden mit kaum Appetit reduzieren wir die Mengen sogar weiter — Reste werden in mitgebrachten Behältern zurückgelassen, damit nichts entsorgt werden muss.

Bei einem grossen Vereinsfest ist die Logik anders: die Ausgabe-Geschwindigkeit am Buffet ist limitiert auf etwa 60 Portionen pro Stunde. Für einen Anlass mit 180 Personen brauchen wir also 3 Stunden Ausgabezeit — entsprechend planen wir die Personenmenge nicht nach Hunger, sondern nach Kapazität.

Häufige Mengen-Fehler in der Aargauer Catering-Praxis

Drei Mengen-Fehler treten in Andreas Aargauer Catering-Praxis regelmässig auf — alle vermeidbar, wenn früh erkannt.

  • Vegi-Quote unterschätzen: Bei jüngeren urbanen Hochzeiten erreicht die Vegi-Quote oft 35–40%. Wer mit 15% kalkuliert, erlebt zur Buffet-Mitte einen Vegi-Engpass.
  • Apéro überdimensionieren: Ein 60-Minuten-Apéro mit 14 Stücken pro Person macht die Gäste satt, bevor das Hauptessen beginnt — der Hauptgang wird kaum gegessen, Reste sind massiv.
  • Getränke-Kalkulation vergessen: Mineralwasser wird oft unterschätzt — 0.5 L pro Person für 3 Stunden ist Minimum, im Sommer 0.8 L. Apfelsaft kommt dazu, Wein und Bier nach Anlass-Charakter.
  • Reserve nicht einplanen: Andrea kalkuliert standardmässig 5–8% Reserve. Wer ohne Reserve kalkuliert, muss am Anlasstag Mengen-Stress haben — und ist trotzdem nicht sicher, dass es reicht.
  • Kinder als ganze Erwachsene zählen: Kinder unter 6 Jahren essen nur 1/3 einer Erwachsenen-Portion, 6–13 Jahre etwa die Hälfte. Ab 13 Jahren (Teenager) rechnen wir mit voller Erwachsenen-Portion. Wer alle gleich rechnet, kalkuliert 15% zu viel.

Mengenkalkulation für Getränke

Getränke werden bei der Mengenkalkulation oft unterschätzt — dabei sind sie mengenmässig fast genauso bedeutend wie das Essen. Andrea liefert keine alkoholischen Getränke (das müssen Sie separat organisieren), aber wir kalkulieren mit Ihnen die Standardmengen für Mineralwasser, Apfelsaft und Tee.

Pro Erwachsenem für einen 3-Stunden-Anlass empfehlen wir 0.5 Liter Mineralwasser still oder mit Kohlensäure, 0.3 Liter Wein oder Bier (falls gewünscht), 0.4 Liter Aargauer Apfelsaft (alkoholfreie Alternative). Bei Sommer-Hochzeiten erhöhen wir die Mineralwasser-Menge auf 0.8 Liter pro Person — die Hitze macht durstig.

Bei Trauerfeiern wird der Alkoholanteil bewusst zurückhaltend kalkuliert — 0.15 Liter Wein pro Person für 90 Minuten. Tee und Kaffee werden grosszügiger ausgelegt: 0.3 Liter Tee pro Person plus 0.25 Liter Kaffee. Die warmen Getränke passen besser zur Atmosphäre und ersetzen den fehlenden Alkohol.

Bei Firmenanlässen kalkulieren wir oft komplett alkoholfrei — 0.7 Liter Mineralwasser, 0.4 Liter Apfelsaft, 0.3 Liter Kaffee pro Person. Aktuelle Trends in Aargauer KMU gehen klar in Richtung alkoholfrei, vor allem bei Mittagsanlässen mit nachgelagerter Arbeitszeit.

Wie Andrea Mengen vor Ort anpasst

Auch mit der besten Vorab-Kalkulation gibt es am Anlasstag Überraschungen — mehr Gäste als angemeldet, weniger Appetit als erwartet, oder einzelne Gäste mit ungewöhnlich grossem oder kleinem Hunger. Andrea löst das mit zwei Strategien.

Erste Strategie: Reserve-Mengen mitbringen. Andrea liefert standardmässig 5 bis 8% mehr als kalkuliert — diese Reserve liegt im Lieferfahrzeug und wird nur bei Bedarf ausgepackt. Was nicht ausgepackt wird, kommt nach Hause; Sie zahlen nur die kalkulierte Menge.

Zweite Strategie: Reste verbleiben beim Kunden. Was am Buffet übrig bleibt, gehört Ihnen — wir packen alles in mitgebrachte Behälter um, sodass Sie es am nächsten Tag konsumieren können. Bei Hochzeiten ist das oft ein willkommenes Frühstück nach langer Hochzeitsnacht.

Diese beiden Strategien zusammen machen die Mengenkalkulation bei Andrea robuster als bei industriellen Catering-Anbietern, die mit knappen Mengen kalkulieren und Reste oft nicht herausgeben. Andreas Ansatz ist bewusst grosszügig — wer einen Anlass organisiert, hat genug andere Sorgen.